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Eintracht Frankfurt demütigt St. Tönis 11:0 — Rekord-Halbzeitführung in der DFB-Pokal

Eintracht Frankfurt schlug den fünftklassigen SC St. Tönis am 21. August in der DFB-Pokal-Erstrunde 11:0 — mit historischem 10:0 zur Pause und dem größten Pokalsieg der Vereinsgeschichte.

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Eintracht Frankfurt demütigt St. Tönis 11:0 — Rekord-Halbzeitführung in der DFB-Pokal — PanoPoints

Am Freitag, 21. August 2026, demolierte Eintracht Frankfurt den fünftklassigen SC St. Tönis in der DFB-Pokal-Erstrunde mit 11:0 im ausverkauften Grotenburg-Stadion in Krefeld und verwandelte ein Missverhältnis gegen einen Pokal-Neuling in eine Nacht der Rekordbücher. Die Bundesliga-Mannschaft führte 10:0 zur Pause — der höchste Halbzeitvorsprung in der DFB-Pokal-Geschichte — und beendete das Spiel mit dem größten Pokalsieg in der Eintracht-Vereinsgeschichte unter dem zurückgekehrten Trainer Adi Hütter.

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel stützt sich auf Spielberichte der dpa (via Süddeutsche Zeitung), BBC Sport, t-online und offizielle DFB-Spieldaten vom 21. August 2026.

Spiel im Überblick

DetailInformation
WettbewerbDFB-Pokal — 1. Runde (2026–27)
DatumFreitag, 21. August 2026
Anstoß18:00 CEST
SpielstätteGrotenburg-Stadion, Krefeld (10.893 Zuschauer — ausverkauft)
SchiedsrichterinDavina Lutz
EndstandSC St. Tönis 0–11 Eintracht Frankfurt
Halbzeitstand0–10

Pokal-Debüt wird zur Demütigung

Der SC St. Tönis aus der Oberliga Niederrhein — aus einer Gemeinde von rund 30.000 Einwohnern in Tönisvorst — hatte sich durch die regionalen Qualifikationsrunden den ersten DFB-Pokal-Auftritt erspielt. Frankfurt kam als klarer Favorit — eine Bundesliga-Mannschaft gegen einen Fünftligisten auf quasi neutralem Terrain in Krefeld, wo das Grotenburg-Stadion das Spiel austrug, weil das eigene Stadion des St. Tönis die Pokalanforderungen nicht erfüllte.

Die Stimmung vor Anpfiff mischte Feier und Neugier. Schätzungsweise 6.000 anreisende Eintracht-Anhänger enthüllten eine Schwarz-Rot-Choreografie, während Heimfans des St. Tönis vom gegenüberliegenden Ende einen Konfettikanone abfeuerten. Der Anpfiff verzögerte sich leicht, nachdem Schiedsrichter ein lose befestigtes Stück des Tornetzes entdeckten; sichtbare Markierungen eines kürzlichen Krefeld Ravens-American-Football-Spiels waren noch auf dem Rasen zu sehen.

St. Tönis begann unter Trainer Bekim Kastrati mit echtem Ehrgeiz, doch zwei frühe Kopfballtore nach Ecken — Jonathan Burkardt in der 4. Minute und Kapitän Robin Koch in der 10. — beendeten schnell jedes realistische Überraschungsgespräch. Frankfurt, noch geschockt von einer 0:7-Testspielniederlage gegen Brentford, nutzte das frühe Doppeltpack, um das Selbstvertrauen zurückzugewinnen, und blickte nicht mehr zurück.

Torflut in der ersten Halbzeit

Frankfurt traf 10 Mal vor der Pause — eine Zahl, die noch kein Team zur Halbzeit in der DFB-Pokal-Geschichte erreicht hatte. Der historische Rekord für den Siegesabstand in der gesamten Wettbewerbsgeschichte bleibt 16:1 — aufgestellt in einer Erstrundenpartie gegen Waldberg —, doch Eintrachts 10:0-Pause setzte einen neuen Maßstab für Halbzeitführungen.

MinuteTorschützeAnmerkungen
4’Jonathan BurkardtKopfball nach Ecke
10’Robin KochKopfball nach Ecke
17’Ayoube Amaimouni
29’Jonathan BurkardtZweites Tor des Abends
34’Can Uzun
36’Can UzunDoppelpack innerhalb von zwei Minuten
41’Jonathan BurkardtHattrick komplett
44’Elias Baum
45+1’Younes EbnoutalibNachspielzeit der ersten Halbzeit
45+5’Mario GötzeLetzte Aktion vor der Pause

Burkardts Dreierpack führte einen breit aufgestellten Angriff an, der eine St. Tönis-Abwehr überrollte, die laut Spielberichten unter anhaltendem Druck Mühe hatte, sich zu koordinieren. Can Uzun steuerte ein schnelles Doppelpack bei, während Mario Götze — nach wie vor eine prägende Figur im Verein — in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf und Frankfurt in unbekanntes Terrain schickte.

Zweite Halbzeit: Gnadenmodus und ein Tor mehr

Nach dem Neustart reduzierte Eintracht sichtbar die Intensität. Die zweite Hälfte brachte nur ein weiteres Tor — von Einwechselspieler Fares Chaibi in der 87. Minute —, während St. Tönis defensiv dichter stand und Applaus für die Reaktion erhielt.

Der beste Moment der Außenseiter kam in der 57. Minute, als Lenni Castrop — jüngerer Bruder des Borussia Mönchengladbach-Mittelfeldspielers Jens Castrop — eine klare Gelegenheit zum Ehrentreffer vergab und nur Kauã Santos zu überwinden hatte. Mehrere Verletzungsunterbrechungen störten den Spielfluss, doch die Unterstützung der Heimzuschauer für ihre Mannschaft blieb laut, auch als die Anzeigetafel eine brutale Geschichte erzählte.

Rekorde und Kontext

RekordDetail
Höchste DFB-Pokal-Halbzeitführung10:0 — neuer Wettbewerbsrekord
Größter Eintracht-Frankfurt-Pokalsieg11:0 — neuer Vereinsrekord in der DFB-Pokal
Rekord Siegesabstand (gesamt)16:1 — weiterhin von einer Erstrundendemütigung gegen Waldberg gehalten

Für Adi Hütter markierte die Demütigung eine erfolgreiche Wettkampf-Rückkehr. Der österreichische Trainer, zurück im Verein, in dem er zuvor eine Europa-League-Siegermannschaft aufbaute, stand nach der deutlichen Brentford-Niederlage im Testspiel unter Beobachtung. Ein 11:0-Pokaldurchmarsch — mit Beiträgen etablierter Stars und junger Angreifer gleichermaßen — verschafft ihm eine saubere Ausgangsbasis, bevor der Ligabetrieb wieder beginnt.

Frankfurts nächste Aufgabe ist der Bundesliga-Auftakt bei Union Berlin am folgenden Samstag. St. Tönis kehrt in die Fünftliga zurück — mit einem Oberliga Niederrhein-Spiel gegen Monheim am Sonntag.

Was es für den Pokal bedeutet

Erstrundenpartien gegen unterklassige Gegner erzeugen selten Schlagzeilen jenseits des Ergebnisses. Diese schon — weil die Zahlen historisch und nicht nur deutlich waren. Eintracht zieht in die zweite Runde ein, ohne in der zweiten Halbzeit volle Matchintensität aufzubringen — ein praktischer Vorteil, wenn die Ligasaison in wenigen Tagen beginnt —, während St. Tönis mit einem Pokal-Debüt geht, das ihre Anhänger trotz des Abstands in Erinnerung behalten werden.

Für Beobachter des deutschen Fußballs unterstrich der Abend auch die Kluft zwischen professionellen Spitzenmannschaften und regionalen Amateuren — selbst wenn der Außenseiter mit Mut und vollem Stadion hinter sich antritt.


Diskussion

1. Frankfurt führte zur Halbzeit 10:0 gegen einen Fünftligisten im Pokal-Debüt. Soll ein Bundesligist nach entschiedenem Spiel weiter auf Rekorde drücken — oder war das Runterfahren in der zweiten Halbzeit die richtige Entscheidung?

Die zweite Hälfte brachte nur ein Tor und eine vergebene St. Tönis-Chance, die die Zuschauer feierten. Manche werden sagen, Gnade war angebracht; andere weisen darauf hin, dass Eintracht dennoch einen Vereinsrekord und einen Wettbewerbs-Halbzeitrekord aufstellte.

2. Tilgt eine 11:0-Pokaldemütigung die Erinnerung an das 0:7-Testspiel gegen Brentford — oder war das gegen eine Oberliga-Mannschaft von Anfang an das erwartete Ergebnis?

Hütters Rückkehr stand nach der Vorsaison unter Beobachtung. Ein Rekordsieg hilft, doch Frankfurts echter Test kommt bei Union Berlin.

Teile deine Einschätzung zum Ergebnis, Hütters Start oder dem weiteren Pokalweg der Eintracht.


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